Viele Hobbyheimwerker können mit dem Begriff „Flachdübelfräse“ oder „Nutfräse“ genauso wenig anfangen wie mit dem Werkzeug an sich. Warum ist das nur so? Profi-Heimwerker und Tischler hingegen schwören auf die Flachdübelfräse. Woher kommt das? Dazu schauen wir und zunächst einmal an, was es mit der Nutfräse auf sich hat.

Definition und Einsatzgebiet

Die Flachdübelfräse ermöglicht das schnelle und unkomplizierte Zusammenfügen von Eckverbindungen. Diese Verbindungen werden häufig im Möbelbau benötigt. Daher kommen diese Geräte überwiegend in Tischlereibetrieben zum Einsatz. Aber auch gute Heimwerker nutzen Nutfräsen, bspw. Zum Bau von begehbaren Kleiderschränken oder sonstigen Inneneinrichtungen aus Holz.

Die Nuten, welche eine Nutfräse fräst, haben eine elliptische Form und sind meist um die 4 Millimeter dick. Dadurch passen alle gängigen Flachdübel zur Hälfte hinein. Die andere Hälfte kommt in das Werkstück, das damit verbunden werden soll. Dadurch sind sehr schnelle und passgenaue Verbindungen möglich. Vorausgesetzt, man weiß, was man tut. Eine weitere Voraussetzung ist ein hochwertiges Gerät. Einen Vergleich der besten Flachdübelfräsen haben wir Ihnen hier verlinkt.

Was sind die Vorteile eines Flachdübelfräse?

Eine Flachdübelfräse hat den großen Vorteil, beim Verbinden zweier auf Gehrung gesägter Bretter, viel Zeit zu sparen. Denn wer mit einem solchen Gerät umgehen kann, der hat eine Eckverbindung schnell hergestellt. Zudem ist eine passgenaue Verbindung in einem engen Toleranzfenster möglich. Und das alles ohne die Fräspositionen zu markieren. Die Nutfräse wird nämlich einfach an die Werkstückkante angelegt. Der Abstand zum Rand kann ganz einfach eingestellt werden. Auch der Anschlag, der den Fräswinkel angibt, kann problemlos eingestellt werden. So lassen sich Eckverbindungen in einem großen Winkelbereich realisieren.

Ein weiterer Vorteil einer Flachdübelfräse ist die Möglichkeit, die Nutverbindung unmittelbar bei der Verleimung noch korrigieren zu können. Kleinste Fehler können somit berichtigt werden.

Nachteilig muss leider die Investition erwähnt werden. Gute Modelle kosten oftmals mehr als 200 Euro.

Worauf ist beim Kauf einer Nutfräse zu achten?

Nutfräsen sind für erfahrene Heimwerker und Tischler eine deutliche Erleichterung. Allerdings nur, wenn das Gerät über alle sinnvollen und hilfreichen Funktionen verfügt. Die wichtigste Entscheidung betrifft die Stromversorgung. Soll es eine Akku Nutfräse oder ein kabelgebundenes Gerät sein? Mit einem integrierten Akku ist man natürlich flexibler und unabhängig von Steckdosen. Was auf Baustellen ganz nützlich sein kann, ist in der Tischlerei eher unpraktisch. Akkus müssen geladen werden und der schwere Akku muss permanent gehoben werden. Das ist im Handling ein entscheidender Nachteil. Leichter und praktischer für stationäre Anwendungen ist die kabelgebundene Variante. Zudem sind diese Geräte günstiger als akkubetriebene Modelle.

Außerdem sollte die Leistung und die Leerlaufdrehzahl beachtet werden. Je nach Material ist eine Leistung ab 500 Watt notwendig. Mit 600 Watt ist man auf der sicheren Seite. Ebenso sollte die Nutbreite passend zur Breite der Flachdübel gewählt werden. Meistens sind es 4 Millimeter starke Dübel.

Weiterhin ist die Frästiefe zu beachten. Günstigere Geräte sparen gerne daran. Hochwertige Maschinen Fräsen bis zu 20 Millimeter tief. Auch ist auf den Winkelbereich zu achten. Der Gehrungswinkel sollte von 0° bis 90° einstellbar sein.

Ein letzter Tipp: Achten Sie beim Kauf auf das mitgelieferte Zubehör. Ist ein Staubbeutel dabei? Gibt es einen Transportkoffer dazu? Liegt der Stirnlochschlüssel mit bei? Dies sind wichtige Zubehörteile, die unbedingt dabei sein sollten.